Hallo,
in den nächsten Wochen öffne ich meinen Livingroom an folgenden Terminen.
Livingroom Talk: Mittwoch 21. Oktober und Mittwoch 25. November
Zwei Abende bei mir zu Hause. Wir tauchen in Hintergründe zu meinem Buch ein, vertiefen ein Thema und tauschen uns aus. Eine Möglichkeit, Gleichgesinnte und Interessierte kennenzulernen. Ob gelesen, angelesen oder noch ungelesen, du bist willkommen, auch wenn du schon einmal dabei warst. Wenn du jemanden mitbringen magst, freut mich das ebenfalls.
Jeweils an der Alte Landstrasse 50 in Rüschlikon. Die Tür öffne ich um 18 Uhr, das Programm läuft von 19 bis ca. 21 Uhr, danach bleibt der Abend offen. Die Plätze sind auf 15 Personen limitiert. Melde dich bitte kurz an, per Mail an contact@myronbingham.com.
Lebkuchen Apéro: Mittwoch 9. Dezember
Ein kleiner Ausblick: ein Zusammenkommen ohne Programm. Ein Apéro für diejenigen, die Lust und Zeit haben. Ebenfalls bei mir zu Hause.
Nun zum Thema dieser vierten Runde
Der innere Gegner
Im Buch beschreibe ich ihn als den Torwart, den wir uns selbst ins Tor gestellt haben. Ohne ihn wären Torschüsse zu einfach, die Treffer hätten wenig bis keine Bedeutung. Die Lernkurve bliebe aus oder fiele sehr gering aus. Darum steht dort jemand, der es erschwert.
Also laufen wir an, um dieses Tor zu schiessen. Im Kasten steht ein Torwart von Weltklasseformat, der alles abwehrt. Das kann verzweifeln lassen, trotzdem rennen wir immer wieder an, um ihn zu bezwingen. Wir probieren verschiedene Schusstechniken, wir schiessen aus verschiedenen Positionen, wir versuchen sogar, den Torwart abzulenken oder zu überlisten.
Beobachten wir den Torwart einmal: Wie macht er es uns schwer? Was macht er schwer? Wo kommen wir nicht dahinter? Bei welchem Thema werden die Schüsse immer wieder abgewehrt?
Vielleicht ist das Spiel, das Tor und unser Torwart gar nicht die eigentliche Aufgabe. Je länger wir anlaufen, desto mehr Aufmerksamkeit fliesst in den Zweikampf. Wer Jahre damit verbringt, den Torwart zu bezwingen, könnte dabei übersehen, weshalb er überhaupt aufs Feld gekommen ist. Das Spiel kann uns auch ablenken.
Hinter das Spiel schauen
Lösen wir uns etwas vom Bild.
Angenommen, wir haben uns vor diesem Leben für eine Aufgabe entschieden, für etwas, das wir hier erleben wollten. Eine Challenge, ein Lernziel, das wir mitgenommen haben. Was wollten wir in diesem Leben erkennen, lernen oder uns wieder erinnern?
Ich spüre, dass es etwas ganz Grundlegendes ist, vielleicht sogar etwas ganz «Einfaches». Vielleicht ist es so offensichtlich, dass wir es übersehen. Warum machen wir es uns dann so schwer, es zu lösen? Wo müssen wir hinschauen, woran uns erinnern?
Am ehesten ist es eine Urerfahrung, das Gefühl von Getrenntsein, abgeschnitten von etwas Grösserem. Im Alltag zeigt sie sich zum Beispiel als fehlende Wertschätzung, als Gefühl von Scham, Schuld oder nicht gut genug zu sein. Dahinter liegen die Suche nach Geborgenheit und die Frage nach der Daseinsberechtigung: «Darf ich hier sein?» Dazu gehört wohl auch das Thema der Selbstliebe. Sie scheint zentral zu sein.
Angenommen, Selbstliebe ist die Aufgabe. Dann erleben wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir sie erkennen und annehmen können, wohl das Gegenteil. Vielleicht beginnt jede Verbundenheit bei der Verbindung zu uns selbst.
Auf meiner Suche nach einer Antwort habe ich einen Satz für mich formuliert, der sich stimmig anfühlt:
«Zu erfahren, dass ich verbunden bin, auch wenn sich das Leben nach Trennung anfühlt, und von dort aus zu akzeptieren, das Herz zu öffnen, in Liebe zu leben.»
Dass die Liebe am Ende steht, fand ich auch bei Michael Newton. In «Journey of Souls» beschreibt er, dass Seelen sich zu mehr Liebe entwickeln wollen, mit Lektionen wie Mitgefühl, Geduld und Demut.
Vielleicht können wir dann selbst zum Torwart werden und den Ball auch einmal reinlassen.
Meine Fragen nun an dich
Was wolltest du ursprünglich hier lernen, erkennen und durchleben?
Wenn du dein Herz öffnest, was würde die Liebe in dir heute gerne tun?
Bis zur nächsten Ausgabe.
Myron
Falls du neu hier bist
Alles, was du verpasst hast, findest du auf meinem Substack: www.beenjoycreate.substack.com
Instagram: @myronbingham – LinkedIn: Myron Bingham

